Extreme Contests ñAus
dem Tagebuch eines Freeriders
Am 22. März
2000 hat sich mein Leben verändert.Ich
bin mit meinem Snowboard einen Berg hinuntergefahren und als ich unten ankam,
mußte ich plötzlich Interviews geben, Autogramme verteilen und
hatte so nebenher ein paar tausend Dollar verdient.
In knapp 3 Minuten hatte ich mein Hobby zum Beruf gemacht...Der
Contest, wo dies passiert ist, heiþt "Red Bull Verbier Xtreme"
und ist wohl der härteste aller derzeit stattfindenden Freeride-Wettbewerbe.
Freeriden? Was hat es mit Freeriden zu tun, wenn sich ein paar Verrückte
ein 55° steiles Face hinunterstürzen, das von 20 Meter hohen Felsbändern
durchzogen ist, und wo ein Sturz den Tod bedeuten kann, werde ich seit diesem
Tag laufend gefragt!?
Text by Flo Örley
Eine ganze Menge, behaupte ich.
Freeriden ist für mich eine
der schönsten Sachen der Welt. Seit ich Snowboarden gelernt habe, war
das Fahren abseits der präparierten Pisten immer das, was mich am meisten
interessiert und fasziniert hat. Viele Jahre bin ich in den Tiroler Bergen
herumgekraxelt, habe allein oder mit Freunden neue Herausforderungen auf
dem Snowboard gesucht. Ich besuchte Kurse, lernte eine Menge über Lawinen
und andere alpine Gefahren und arbeitete neben dem Studium als Snowboardlehrer
und -führer. Wettkämpfe interessierten mich kaum. Ich versuchte
ganz f¸r mich alleine, Grenzen auszuloten und diese immer weiter nach oben
zu verschieben. Immer steilere Rinnen, höhere Felsen, noch mehr Geschwindigkeit,
das war meine Welt.