Was ist, wenn es mich während der Abfahrt überschlägt und über das Cliffband dort unten zieht? Oder wenn der ganze Hang beim ersten Schwung abreißt und mich mit sich in die Tiefe trägt, um mich dort unter meterhohen Schneemassen zu begraben? Was passiert wenn... Aus! Konzentriere dich 200, denkt sich Johnny. "Ride for yourself!" spricht er sich laut vor. Er atmet langsam und bewußt und er spürt, wie der Knoten in seinem Magen sich auflöst und ihm heiß wird am ganzen Körper. Auf einmal ist alles ganz selbstverständlich: daß er alleine hier oben steht, daß er sich ab jetzt nur mehr auf sich selbst verlassen kann und seiner Erfahrung und seinen Instinkten Vertrauen muß. Wie schon so oft. Ein Grinsen überzieht sein Gesicht, und dann schnallt er sich sein Board an die Füße und wartet auf das Startsignal. Endlich kommt es über sein Funkgerät. Noch einmal tief Luftholen, das Board in die Fallinie drehen, volle Beschleunigung - und schon zieht er den ersten Turn in den verflucht steilen Gipfelhang.
Wow!
Der Schnee ist perfekt, er nimmt den Speed voll mit und rast auf den ersten Felsen zu, den er sich ausgesucht hat erst als Johnny in einem langen Schwung im flachen Gletscherbecken am Fuße des Berges abbremst, sich rücklings in den Schnee fallen läßt und mit geschlossenen Augen dem Pochen seines Herzens zuhört, spürt er, daß er schweißgebadet ist.