Über die Buabn
von da Gruabn
Von Flo Örley
Ein Montag morgen Anfang März. Innsbruck liegt unter einer dicken Hochnebelschicht begraben. Es ist halb neun Uhr, und der Großteil der Bevölkerung macht sich auf zur Arbeit. So auch eine kleine Crew, die heute wieder einmal einen Spezialauftrag zu erfüllen hat: Die eineinhalb Meter Pulver, die der liebe Gott am Wochenende über die Nordkette verstreut hat, gnadenlos niederzufahren.
So langsam tauchen sie alle auf, mit recht verschlafenen Gesichtern. Manchen sieht man an, dass sie nur zu besonderen Gelegenheiten so früh unter der Bettdecke hervorkriechen. Um neun Uhr sind es vielleicht an die dreißig Gestalten, die sich mit Snowboards und Schi in der Talstation der Seegrubenbahn eingefunden haben. Ein großes Hallo, schließlich gilt es jede Menge G`schichtln vom Nachtleben des vergangenen Wochenendes auszutauschen, welches aufgrund des schlechten Wetters naturgemäß recht heftig ausfiel und f¸r so manchen am Sonntag morgen um 6 Uhr vor der Bogen-Bar Plateau endete. Dazu kommen Spekulationen wie: "Wann glabsch dass sie aumachen" und "Moansch tuan`s es Kar a glei au?". In die Euphorie platzt die Meldung von der Kassa, dass vor elf Uhr sowieso alles geschlossen bleibt. Ein paar Amateure verlassen daraufhin die Talstation und gehen Kaffeetrinken, die andern bleiben in Bereitschaft, wissend, dass es sich nur um einen Blöff der Bahnbelegschaft handeln kann. Und während der Pörtsch schon wieder eingeschlafen ist auf seinem Bankl, ertönt das vertraute Piepsen an den Drehkreuzen. Mit einem Mal kommt Leben in dieTruppe, alles stürzt und stürmt in die Gondel. Verzweifelt die Gesichter derer, die es gerade nicht mehr geschafft haben und bis zur nächsten Fahrt warten müssen. Aber wer zu spät kommt den bestraft bekanntlich das Leben